Wegmarken

Es begann 2006.

Eine Bekannte von mir fragte mich, ob ich auch Frauen zeichnen könnte.

Sie gab mir einen Matheblock und ein paar Stifte und meinte: "Mach mal".

Ich tat wie mir geheißen und das Bild »Sonnenuntergang« entstand.

Bis zu diesem Zeitpunkt war das Zeichnen nichts weiter als eine schöne Beschäftigung,

Aber als das Bild so vor mir lag, entstand in mir der Gedanke: "Das muss doch besser gehen".

Das war der Startschuss.


Viele Zeichnungen folgten, bei denen ich auf immer neue Details achtete.

So studierte ich z.B. Gesichter in Modezeitschriften und versuchte in meinen Zeichnungen Plastizität

besser darzustellen. Es klappte mit jedem Bild besser. Meine Zufriedenheit hielt sich jedoch in Grenzen

Wie es der Zufall so wollte, begegnete ich zu diesem Zeitpunkt dem Künstler Klaus Jürgen Miegel,

der mit einigen guten Tipps, darunter auch das Proportionsschema Da Vincis, meine Möglichkeiten

erweiterte. Außerdem bemängelte er an meinen Bildern, dass sie zu steif wirkten. Mit Hilfe dieser

Anregungen verbesserte sich mein Können wieder ein Stück.


Bislang hatte ich nur mit Buntstiften gezeichnet und wusste nicht, wie man mit diesen einen

kräftigen Farbton erziehlt.

2007 bekam ich meine ersten Aquarellstifte geschenkt und lernte, dass man die Farben auf dem Malgrund,

mit Wasser anlösen kann. Das eröffnete natürlich wieder neue Möglichkeiten und meine Begeiserung

für das Malen wuchs weiter.


2008 fand ich auf youtube ein paar Videos von Airbrushern. Was diese mit ihrem Werkzeug alles

erstellen können, verschlug mir die Sprache. Ich erinnerte mich, dass mir mein Vater einmal eine Airbrush

geschenkt hatte. Damals war mir nur nicht klar, wie man damit umgeht und so landete sie in der Schublade.

Nun wurde sie herausgeholt und ich machte meine ersten Sprühversuche mit Aquarellfarben auf

Karton. Es dauerte einige Zeit bis das gute Stück mir "gehorchte". Nach etlichen Fehlversuchen

gelang mir das erste Bild. Darauf folgten einige weitere bevor ich mir Airbrushfarben kaufte.

Es fiel mir schwer, mich mit diesen Farben anzufreunden. Sie verhielten sich ganz anders als die

Aquarellfarben und das Mischen der richtigen Töne frustrierte mich. Nebenbei fand ich auch noch

Acrylfarben und kombinierte Airbrushtechnik mit Pinselarbeit.

 

2009 verliebte ich mich regelrecht in die Arbeit mit Acrylfarben.

Das ganze Jahr verbrachte ich damit, meine Fertigkeiten zu steigern und experimetierte mit einigen

Techniken. Gegen ende des Jahres versuchte ich in meine Bilder gezielt Symbolik einzubeziehen.

 

Egal was mir andere sagen oder versuchen einzureden, die Malerie gehört zum wichtigsten Ausdruck

meines Lebens. Ich möchte über sie meine Mitmenschen erreichen.

Ob sie meine Bilder nur überfliegen oder sie wirken lassen, bleibt jedem überlassen.

“Jedes Kunstwerk ist eigentlich nur eine Skizze, die erst durch die Phantasie vollendet wird“ Sigmund Graff

 

 

Name: Samuel Hajek

* 20.9.1989

Freyung (Niederbayern)